Golem.de schreibt über die PC Version: Die Umsetzung von Mass Effect auf den PC ist gelungen - ein paar Kritikpunkte bleiben. Die Stärken, wie die grandios eingesprochenen Dialoge und die Geschichte, zeigt es jetzt in einem technisch würdigeren Zustand. Das Ausrüsten der Helden im Inventarbildschirm ist nach wie vor recht spaßfrei und im späteren Spielverlauf ist das Universum doch nicht so riesig, wie zuerst erwartet. Das Warten hat sich also gelohnt, auch wenn die Änderungen marginal sind, aber der Spielfluss ist am PC angenehmer. Durch den hohen Wiederspielwert sollten auch diejenigen, die Mass Effect auf der Xbox 360 durchgespielt haben, einen Blick riskieren: Vielleicht mal richtig schön böse spielen? Nur der Spieler entscheidet, ob Shepard der klassische Held in weißer Rüstung oder ein skrupelloser Einzelgänger ist. Daniel Matschijewsky von der GameStar schreibt zu Mass Effect (PC): Bioware hat mich mit Mass Effect gefesselt, nein, überwältigt. Ich erkunde ein liebevoll ausgearbeitetes Universum, treffe auf interessante Figuren, fälle schwere Entscheidungen - ich spiele eine Rolle. Zudem passiert laufend etwas Unerwartetes, Dramatisches, etwas, das mich ungläubig auf den Monitor starren oder mit den Tränen ringen lässt. Mögen die Kollegen noch so auf die mauen Nebenquests schimpfen, für mich ist Mass Effect momentan mein Spiel Nr. 1 - weil es mich zutiefst bewegt. Und vergibt nur 85 %. Markus Schwerdtel vom Schwestermagazin GamePro hingegen vergibt 91 % und schreibt: Ich gebe es ja zu: Ich bin ein Bioware-Fanboy und habe auf PC und Konsole so ziemlich jeden Titel der Kanadier durchgespielt. Kein Wunder, dass mich auch Mass Effect in seinen Bann zieht. Die Welt ist riesig, und stundenlang fliege ich abseits der Hauptstory Planeten ab, um Rohstoffe zu finden und Piratennester auszuheben. Wer Mass Effect so spielt, ist locker 40 bis 50 Stunden damit beschäftigt. Als alter Rollenspieler habe ich aber auch Sachen zu bemängeln: Viel zu schnell sind meine Charaktere zu stark. Geld ist genauso wenig ein Problem wie das Universal-Gel, das auf mysteriöse Weise Schlösser öffnet und Autos repariert. Und Biotik-Fähigkeiten nutze ich meist nur wegen der netten Effekte, mit Knarren geht es einfach schneller. Trotzdem: Mass Effect ist das Rollenspiel-Highlight, auf das Xbox 360-Besitzer gewartet haben. Sven Piper von unserer Hauptseite SF-Gamers.com ist trotz leichter Schwächen begeistert und vergibt 9,5/10: Ich habe noch nie auf einer Konsole ein dermaßen verbugtes Spiel wie Mass Effect gespielt und mehr als einmal musste ich ein Savegame laden, da sich die Spielfigur nicht mehr steuern ließ. Dennoch ist Mass Effect trotz seiner vorhanden Schwächen und seiner viel zu frühen Veröffentlichung ein ganz großer Hit. Zumal das, was Bioware hier auf die Beine gestellt hat, etwas ganz Besonderes ist, denn quasi aus dem Nichts haben die Entwickler ein eigenständiges und lebendiges Universum vergleichbar mit Star Wars oder Star Trek geschaffen und dies mit einer interessanten Story, einer großen Handlungsfreiheit, einem gelungenen Soundtrack und vielen interessanten Upgrademöglichkeiten gefüllt. Gerade zum Ende hin nimmt das Spiel unheimlich an Fahrt auf und man zittert regelrecht mit der Normandy in einer gewaltigen Raumschlacht mit, während man selbst mit seinem Team gegen den vermeintlichen Oberbösewicht in einem Duell kämpft. Da Mass Effect der Auftakt einer Trilogie ist, kann ich es kaum erwarten, bis der nächste Teil erscheint. |